Mittwoch, 29. Juni 2016

Tarifinformation 28. Juni 2016



 9. Tarifverhandlung X-label, Gebesee 

Eklat: Geschäftsführung lehnt Übernahme der Branchentarifverträge der PPKV ab 

TARIFINFORMATION 28.06.2016 - 1
TARIFINFORMATION 28.06.2016 - 2

 






















Liebe Kolleginnen und Kollegen, 

in der 9. Tarifverhandlung ließ die Geschäftsführung die Katze aus dem Sack: 

Es würde keine Unterschrift unter einen Haustarifvertrag geben, in dem die Tarifverträge für die Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Unternehmen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen grundsätzlich anerkannt werden.


Auch nicht, wenn die materiellen und finanziellen Konditionen zu der wirtschaftlichen Lage des Betriebes jetzt und in Zukunft angepasst werden, wozu die ver.di-Tarifkommission von Anfang an Bereitschaft erklärt hatte.


Das sei gegen seine Weltanschauung, meinte Herr Kricks! Er stehe für faire, gerechte und wertschätzende betriebliche Lösungen!



Die Geschäftsführung behauptete, dass die Beschäftigten lieber die in mehreren Versammlungen vorgestellten betrieblichen Konzepte haben möchten!?
Wir können uns allerdings nicht vorstellen, dass die Beschäftigten in der Produktion die Fortsetzung der bisherigen betrieblichen Probleme, Ungerechtigkeiten und einseitigen Entscheidungen der bekannten betrieblichen Manager auch in Zukunft weiter so wollen.



Der Streit um die Eingruppierung hatte sich zuvor zugespitzt. Anstatt endlich eine tarifgerechte Eingruppierung vorzunehmen, wird mit einer Doppelstrategie versucht, die Beschäftigten in der Produktion um die Fichte zu führen.



Im Gehaltsbereich für Angestellte sieht die Geschäftsführung offensichtlich eine tarifgerechte Eingruppierung vor!!!



Für gewerbliche Beschäftigte in der Produktion sollen dagegen zum einen falsche niedrige Eingruppierungen für mehrere Tätigkeiten die Kosten niedrig halten. Zum anderen soll es statt der tariflichen 8 nun 10 Lohngruppen geben. Das hat zur Folge, dass die Lohngruppen 2 bis 5 für Tätigkeiten als Produktionshelfer und 6 bis 8 für Facharbeiter-Tätigkeiten entwertet werden, weil die Obergrenze gedeckelt wird. D.h. in der Praxis würde es zwar überwiegend bei der richtigen Lohngruppen-Ziffer bleiben, die jedoch eine dauerhafte strukturelle Absenkung der konkreten Lohnhöhe um ein bis zwei Lohngruppen bedeutet.

Dies würde eine dauerhafte Abkopplung und Aushebelung sowohl der Eingruppierung als auch in der konkreten Lohnentwicklung weg vom Flächentarifvertrag bedeuten. 

 

Dafür haben die ver.di-Mitglieder der Tarifkommission kein Mandat erteilt! Für diese Mogelpackung kann es nur eine Antwort geben: Annahme verweigert - Zurück zum Absender!



In dem weiteren vereinbarten Verhandlungstermin am 12.07.2016 werden wir trotzdem versuchen, zu einer Lösung zu finden. Danach soll zunächst die Tarifkommission über den Verhandlungsstand und die nächsten Schritte beraten.



Für Fragen/Hinweise stehen wir gerne zur Verfügung!

Eure Gewerkschaftsvertreter



Monika Helfensritter                              Michael Kopp                        Thomas Bittner

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