9. Tarifverhandlung X-label, Gebesee
Eklat: Geschäftsführung lehnt Übernahme der Branchentarifverträge der PPKV ab
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| TARIFINFORMATION 28.06.2016 - 1 |
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| TARIFINFORMATION 28.06.2016 - 2 |
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
in der 9.
Tarifverhandlung ließ die Geschäftsführung die Katze aus dem Sack:
Es würde keine Unterschrift unter einen Haustarifvertrag geben, in dem die Tarifverträge für die Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Unternehmen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen grundsätzlich anerkannt werden.
Auch nicht,
wenn die materiellen und finanziellen Konditionen zu der wirtschaftlichen Lage
des Betriebes jetzt und in Zukunft angepasst werden, wozu die
ver.di-Tarifkommission von Anfang an Bereitschaft erklärt hatte.
Das sei gegen
seine Weltanschauung, meinte Herr Kricks! Er stehe für faire, gerechte und wertschätzende
betriebliche Lösungen!
Die
Geschäftsführung behauptete, dass die Beschäftigten lieber die in mehreren
Versammlungen vorgestellten betrieblichen Konzepte haben möchten!?
Wir können uns
allerdings nicht vorstellen, dass die Beschäftigten in der Produktion die
Fortsetzung der bisherigen betrieblichen Probleme, Ungerechtigkeiten und
einseitigen Entscheidungen der bekannten betrieblichen Manager auch in Zukunft
weiter so wollen.
Der Streit um
die Eingruppierung hatte sich zuvor zugespitzt. Anstatt endlich eine
tarifgerechte Eingruppierung vorzunehmen, wird mit einer Doppelstrategie
versucht, die Beschäftigten in der Produktion um die Fichte zu führen.
Im Gehaltsbereich
für Angestellte sieht die Geschäftsführung offensichtlich eine tarifgerechte
Eingruppierung vor!!!
Für gewerbliche
Beschäftigte in der Produktion sollen dagegen zum einen falsche niedrige
Eingruppierungen für mehrere Tätigkeiten die Kosten niedrig halten. Zum anderen
soll es statt der tariflichen 8 nun 10 Lohngruppen geben. Das hat zur Folge,
dass die Lohngruppen 2 bis 5 für Tätigkeiten als Produktionshelfer und 6 bis 8
für Facharbeiter-Tätigkeiten entwertet werden, weil die Obergrenze gedeckelt
wird. D.h. in der Praxis würde es zwar überwiegend bei der richtigen
Lohngruppen-Ziffer bleiben, die jedoch eine dauerhafte strukturelle Absenkung
der konkreten Lohnhöhe um ein bis zwei Lohngruppen bedeutet.
Dies würde eine dauerhafte Abkopplung und Aushebelung sowohl der Eingruppierung als auch in der konkreten Lohnentwicklung weg vom Flächentarifvertrag bedeuten.
Dafür haben die ver.di-Mitglieder der Tarifkommission kein Mandat erteilt! Für diese Mogelpackung kann es nur eine Antwort geben: Annahme verweigert - Zurück zum Absender!
In dem
weiteren vereinbarten Verhandlungstermin am 12.07.2016 werden wir trotzdem
versuchen, zu einer Lösung zu finden. Danach soll zunächst die Tarifkommission
über den Verhandlungsstand und die nächsten Schritte beraten.
Für
Fragen/Hinweise stehen wir gerne zur Verfügung!
Eure
Gewerkschaftsvertreter
Monika
Helfensritter Michael Kopp Thomas Bittner


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